Die Ursache von Krebs liegt im Erbgut der Zellen
Die Entstehung von veränderten Zellen in lebenden Organismen ist keine Seltenheit, sondern ein völlig alltäglicher Vorgang.
Spontan oder durch verschiedene Einflüsse aus der Umwelt – UV-Strahlen, natürliche oder künstliche Radioaktivität, Chemikalien und Viren –
geschieht es immer wieder, dass das Erbgut einiger der vielen Millionen Zellen des menschlichen Körpers geschädigt wird. Solche Veränderungen
werden als Mutationen bezeichnet.
Nicht jede Mutation ist für den Organismus schädlich – oft stirbt die betroffene Zelle einfach ab, und mit ihr verschwindet die Mutation aus
dem Organismus. Manchmal kann die Veränderung im Erbgut der Zelle dem Organismus jedoch zum Verhängnis werden: Wenn die Zelle plötzlich aufhört,
auf regulierende Mechanismen des Körpers zu reagieren, und unkontrolliert zu wachsen beginnt.
Ist das Immunsystem des betroffenen Menschen in Ordnung, erkennen die Immunzellen eine solche entartete Zelle schnell und zerstören sie, bevor
sie Unheil anrichten kann. Ist die körpereigene Abwehr jedoch geschwächt, wird die mutierte Zelle in ihrem bedrohlichen Verhalten nicht gestört:
Sie wächst und wächst, nimmt ihre Aufgaben im jeweiligen Organ nicht mehr wahr und teilt sich unaufhörlich.
So entsteht ein Tumor, der sich wie ein Parasit im umliegenden gesunden Gewebe breit macht und dieses zerstört.
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