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Krebs - Gesunde Ernährung

Ein genesender Organismus braucht eine gesunde Ernährung bei Krebs

Mit der Diagnose „Krebs“ fallen die Betroffenen verständlicherweise oft in ein tiefes Loch. Es ist gewiss nicht einfach, alle Kräfte zur Genesung zu sammeln. Viele Patienten verlassen sich daher alleine auf die medizinische Behandlung im Vertrauen auf die ärztliche Kunst. Wichtig ist es aber auch, auf die Ernährung zu achten, die einen entscheidenden Beitrag zur Gesundung leisten kann.

Während und nach einer Krebsbehandlung sollte der Ernährungsplan grundlegend umgestellt werden, um den Organismus zu unterstützen und nicht weiter zu belasten.

Krebszellen entstehen im Körper ständig, wahrscheinlich in jeder Minute unseres Lebens. Warum einige davon gelegentlich überleben und dann zum Tumor werden, hat viele Bestimmungsgründe. Ein Faktor ist sicher die Konstitution des Immunsystems, das bei optimaler Funktion alle entarteten Zellen eliminiert.

Die Körperabwehr leistet dabei dauernd Schwerstarbeit mit erstaunlicher Effektivität und Präzision. Und dafür braucht das Immunsystem ein großes Spektrum an Vitaminen und Spurenelementen. Viele der Vitalstoffe sind auch Antioxidantien, die freie Radikale unschädlich machen. Diese aggressiven Verbindungen greifen Zell-Strukturen an und können dadurch auch Mutationen und Krebs verursachen. Besonders große Mengen an freien Radikalen fallen während der Zuckerverbrennung an. Hier sind es die reaktiven Sauerstoff-Spezies, die beim Abbau der Fette und Proteine nur in geringer Konzentration entstehen. 

Ob das Immunsystem alle Krebszellen findet und ausschalten kann, hängt auch von der Häufigkeit der zellulären Entartung ab. Die Wahrscheinlichkeit dieses Ereignisses kann jeder mit der Qualität der Ernährung, aber auch mit der quantitativen Zusammensetzung der Nährstoffe beeinflussen.

Dass viele Vitalstoffe dabei helfen können, den Krankheitsverlauf zu drosseln, zeigen verschiedene Studien. Zusätzlich zur orthomolekularen Therapie muss eine ausgewogene und ballaststoffreiche Vollwerternährung für den Nachschub an Vitaminen, Spurenelementen und Mineralstoffen sorgen.

Welch große Rolle die Ernährung bei der Entwicklung von Krebs spielt, zeigt ein Fachartikel aus Großbritannien: Etwa sechs Prozent der Krebsneuerkrankungen bei den untersuchten Männern ließen sich auf einen Mangel an Ballaststoffen und Vitaminen zurückführen. Bei den Frauen gilt Übergewicht mit 6,9 Prozent zu den größten Risikofaktoren (www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/22158314). 

Was für die Vorbeugung gilt, stimmt auch für den Fall einer bereits manifesten Krebserkrankung. Denn die unkontrolliert wuchernden Zellen stellen an die Nährstoffversorgung andere Ansprüche als gesunde Zellen. Daher ist eine besondere Ernährung geeignet, das Wachstum der malignen Zellen zu behindern. Das heißt nicht, dass mit der Wahl der Lebensmittel alleine der Krebs besiegt werden kann. Aber der Ernährungsstil unterstützt die medizinische Behandlung.   

Hier spielt der Verzehr von Zucker und Stärke eine spezielle Rolle. Denn Krebszellen sind besonders auf Zucker als Energie-Lieferanten angewiesen. Je mehr Zucker die entarteten Zellen bekommen, umso stärker sind sie konkurrenzfähig gegenüber gesunden Zellen. Diese Erkenntnis verdanken wir dem Nobelpreisträger von 1931, Dr. Otto Warburg. Er stellte fest, dass Krebszellen die Milchsäuregärung zur Energiebereitstellung bevorzugen. Auf diesen anaeroben Prozess weichen gesunde Zellen nur dann aus, wenn zu wenig Sauerstoff zur Verfügung steht. Hingegen produzieren Krebszellen Milchsäure auch dann, wenn eine optimale Sättigung mit dem Atmosphären-Gas vorherrscht. Offensichtlich sind sie nicht oder weniger in der Lage, die effizientere aerobe Oxidation zu bewerkstelligen. Eine genetische Störung der Mitochondrien versperrt ihnen den Weg zum Abbau der Proteine und Fette und auch zur restlosen Verwertung des Zuckers. Deswegen bleiben Krebszellen bei der Zuckerverbrennung auf "halbem Wege stehen" und brauchen daher riesige Mengen des Kohlenhydrates. Im Gegensatz dazu kommen die meisten gesunden Zellen auch mit Zuckermangel ganz gut zurecht. Sie gewinnen Energie auch aus dem aeroben Abbau von Eiweißen und Fetten. Gesunde Zellen kommunizieren untereinander und regulieren ihre Nährstoffaufnahme sozusagen "in Absprache mit ihren Nachbarn". Aber Krebszellen nehmen "rücksichtslos" beliebig große Mengen Zucker auf, so viel ihnen angeboten wird. Denn sie sind auf permanente Zellteilungen programmiert, weil auch hier die Zellkommunikation gestört ist. Gesunde Zellen "erkennen" die Nachbarzellen und regulieren ihren Zellzyklus sinnvoll.

Beide Funktionen, der Zellstoffwechsel und der interzelluläre Informations-Austausch werden wahrscheinlich von denselben Genen gesteuert. Drei Varianten dieses DNA-Abschnittes (AKT1, 2 und 3)   enthalten die Informationen zur Synthese der Proteinkinasen B. Diese Enzyme sind schon lange bekannt als Faktoren des Zellwachstums, des Lebens-Zyklus der Zellen und der Apoptose (programmierter Zelltod).

Es gibt Hinweise dafür, dass die Umprogrammierung zur Krebszelle von den Veränderungen ihres internen Stoffwechsels ausgeht. Demnach scheint die weitgehende  Ausschaltung des aeroben Metabolismus nicht Folge, sondern Ursache der Entartung zu sein. Dr. Otto Warburg träumte Zeit seines Lebens davon, die Wandlung der Krebszellen zu Anaerobiern rückgängig machen zu können. So wollte er den Krebs heilen.

Leider ist ihm dieses Vorhaben nicht geglückt. Doch können wir aus den Forschungen, die er anstieß, wichtige Schlussfolgerungen für die Ernährung ziehen. Einige Wissenschaftler sprechen hier davon, mit einer zuckerarmen Ernährung den Krebs "auszuhungern". So einfach ist es freilich nicht, doch ist es offensichtlich möglich, mit der Auswahl der Lebensmittel die Krebs-Therapie zu unterstützen.

Die Forschungsarbeiten von Dr. Lewis Cantley deuten darauf hin, dass Insulin und der verwandte IGF-1 (Insulin-Like Growth Factor 1) für die malignen Veränderungen in Zellen verantwortlich sind. Der Spiegel beider Hormone steigt mit der Menge der aufgenommenen Kohlenhydrate. Alle Hinweise gehen hier in dieselbe Richtung: Kohlenhydrate, insbesondere reiner Zucker, sind nachteilig für die Krebs-Therapie und die Krebs-Prophylaxe.

Eine weitere Folge der genetischen Umprogrammierung der Krebszellen ist die Angiogenese. Darunter versteht der Mediziner eine Neubildung von Blutgefäßen, insbesondere der Kapillaren. Ein Tumor regt das umgebende Gewebe dazu an, dass Gefäße in ihn hineinwachsen. So wird er intensiv mit den Nährstoffen versorgt, die er braucht. Auch seinen immensen  Zuckerbedarf kann er so optimal decken. Die Schulmedizin versucht, die Angiogenese medikamentös zu unterdrücken. Doch auch einige Lebensmittel enthalten sekundäre Pflanzenstoffe, die der Gefäßneubildung im Tumor entgegenwirken.     

Diese Substanzen spielen in der Ernährung bei Krebs eine wichtige Rolle. Doch vor allem zu viel Kohlenhydrate sind sehr ungünstig. Empfehlenswert ist eine Ernährung mit einem Anteil von höchstens 15 % Kohlenhydraten, 75 % bis 80 % gesunden Fetten und 7 % bis 10 % Proteinen.

Kohlenhydrate stammen am besten aus Obst und Gemüse, sehr negativ wirkt sich der faserfreie Industrie-Zucker aus.

Gute Proteinquellen sind fettarmes Fleisch, Fisch sowie Hülsenfrüchte. Auch Eier, Milch und Milchprodukte sind nicht verboten, sollten aber maßvoll verzehrt werden.
 
In der Fett-Fraktion soll der Gehalt der einfach und mehrfach ungesättigten Fettsäuren, speziell der Omega-3-Fettsäuren, sehr hoch sein. Omega-6-Fettsäuren sollten über 5 % der verzehrten Gesamtmenge nicht überschreiten. Vorteilhaft  sind daher Olivenöl, Leinöl, Kokosöl, Krill-Öl und Sesamöl.  

Mit diesem Ernährungsplan soll der Körper in der Krankheits-Phase mit allen Nährstoffen versorgt werden, die seine Selbstheilungskräfte stärken, ohne dabei durch zu viel Zucker, Giftstoffe oder schädliche Abbauprodukte geschwächt zu werden. Denn die allgemeine Kontamination unserer Lebensmittel mit Pestiziden und anderen toxischen Stoffen belasten den Organismus mehr, als wir es wahrhaben wollen oder direkt spüren können.

Schon ein gesunder Körper leidet unter der Vielzahl an Konservierungsmitteln, synthetischen Aromen und verschiedenen Zusatzstoffen – umso mehr belasten die Schadstoffe den schwer geprüften Organismus des Tumorpatienten!

Wenn möglich, sollten nur frische, naturbelassene Nahrungsmittel aus kontrolliertem biologischem Anbau auf den Tisch kommen. Industriell gefertigte Produkte enthalten viele Zusätze, die für den genesenden Organismus nicht bekömmlich sind!

Hier finden Sie eine Liste der besonders vorteilhaften Lebensmittel:

Beeren und Trauben

Sie enthalten Polyphenole, die durch ihre antioxidative Wirkung unter anderem als entzündungshemmend und krebsvorbeugend gelten. Rote Weintrauben liefern Resveratrol, ein antikanzerogener und antiangiogenetischer sekundärer Pflanzenstoff.

Zitrusfrüchte

Auch Zitrusfrüchte enthalten Polyphenole – und zusätzlich noch Terpene – die die Entwicklung von Krebszellen blockieren können.

Fisch

Die vor allem im Fischöl enthaltenen Omega-3-Fettsäuren schützen die Zellen effektiv vor Zerstörung und hindern Krebszellen an ihrer Entwicklung.

Grüner Tee

Die Catechine aus Grünem Tee verhindern die Neubildung von Blutgefäßen in Tumoren.

Knoblauch

Das enthaltene Allicin beugt der Entstehung gefährlicher Nitrosamine in unserem Körper vor.

Kohl

In allen Kohlsorten sind Glucosinolate enthalten, die als krebshemmend bekannt sind. Der Kohl sollte nur kurz gegart und gut gekaut werden, um die Glucosinolate effektiv zu verwerten.

Kurkuma

Die beispielsweise in Currypulver enthaltene Gewürzpflanze Kurkuma besitzt Curcuminoide, die das Wachstum von Krebszellen hemmen können.

Kümmel

Enthält antikanzerogene Monoterpene.

Vergorene Soja-Produkte

Tofu und Tempeh enthalten Genistin, das antiangiogenetisch wirkt. Die in den Sojabohnen enthaltenen Isoflavonoide helfen bei hormonabhängigen Krebsarten.

Hülsenfrüchte

Erbsen, Bohnen, Linsen und Alfalfa-Sprossen liefern Proteine und gleichzeitig Vitamine und Ballaststoffe und enthalten Phenolsäuren und Saponine, die als antikanzerogen gelten.

Chia-Samen

Beinhalten einen hohen Anteil der Omega-3-Fettsäure Alpha-Linolensäure.

Tomaten

Das Lycopin aus Tomaten hemmt das Wachstum von Krebszellen.

Zwiebeln

Die Sulfide in Zwiebeln wirken dem Tumorwachstum im Verdauungstrakt entgegen.

Käse

Das enthaltene Menachinon (Vitamin K2) hemmt möglicherweise die Entwicklung von Krebszellen.

Beifuß

Beifuß tötet kranke Zellen möglicherweise gezielt ab, bevor diese zu unkontrolliert wachsenden Krebszellen entarten können.

Süßholz

Die in Lakritz enthaltene Süßholzpflanze bildet unter anderem den süßlich schmeckenden Stoff Glycyrrhizin. Dieser kann selbst getarnte Viren in einer Zelle entdecken und den programmierten Zelltod herbeiführen, noch bevor die Erreger weiteren Schaden anrichten können. Daneben unterdrückt Glycyrrhizin die Angiogenese im Tumor.

Da die Substanz aber den Kaliumhaushalt gefährlich durcheinanderbringen kann, sollten täglich nicht mehr als 0,04 Gramm Glycyrrhicin (in Lakritz oder Süßholztee) eingenommen werden. Nach vier bis sechs Wochen ist eine längere Pause nötig.


  

 

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