Selbstheilung bei Krebs

Wichtig bei Krebs: Der Wille zur Selbstheilung

Krebs kann jeden treffen. Zwar erhöhen bestimmte Verhaltensweisen – Rauchen und Alkoholismus etwa – das Risiko beträchtlich. Doch absolut immun ist niemand.

Ursächlich verantwortlich für das schreckliche Leiden sind Zellmutationen, die zunächst jedoch als ungefährlicher, vollkommen normaler Vorgang betrachtet werden können. Für gewöhnlich sterben Zellen, die einfach so oder aber aufgrund äußerer Einflüsse wie UV-Strahlen, Viren, Radioaktivität oder Chemikalien mutieren, ab. Erst, wenn das Immunsystem geschwächt ist und die geschädigten Zellen nicht mehr auf regulierende Mechanismen des Organismus reagieren, sondern sich zu teilen beginnen. Wird solches Wachstum nicht von den Immunzellen gebremst, kommt es zur Bildung eines Tumors – gesundes Gewebe wird befallen. Diagnose: Krebs.

Krebs ist ein schwerer Schlag für einen jeden Betroffenen und bedarf unbedingt einer medizinischen Behandlung, um wenn nicht gar einen Heilungserfolg zu erzielen, so doch vor allem, um zu lindern. Jedoch kann der Patient neben der medizinischen Behandlung selbst dazu beitragen, dass es ihm – freilich der Lage angemessen – besser geht. Selbstheilung ist möglich. Vor allem die psychische Einstellung ist wichtig. Die Hoffnung darf nicht aufgegeben werden, und der Glaube verleiht in einer solch schweren Situation die notwendige Kraft. Nicht selten sind Faktoren wie Stressanfälligkeit und mangelndes Selbstbewusstsein Grund dafür, dass die einen an Krebs erkranken, während andere verschont bleiben.

Nachweislich gibt es körpereigene biologische Prinzipien, die zur Erholung und Selbstheilung beitragen. Für den Patienten ist es von großer Bedeutung, neben der üblichen medizinischen Behandlung eine psychologische Begleitung zu erfahren und vor allem alle Möglichkeiten auszuschöpfen. Krebs erfordert eine ganzheitliche Behandlung. Dazu zählt zunächst einmal eine umfassende Aufklärung über den Therapieverlauf, die damit verbundenen Nebenwirkungen sowie die Erfolgsaussichten.

Daneben ist es wichtig, jede Form von Resignation oder gar Selbstaufgabe zu vermeiden. Der Erkrankte muss sich mit seinen die Krankheit betreffenden Ängsten und Sorgen auseinandersetzen, sich seiner Gefühle bewusst sein anstatt sie zu unterdrücken. Insbesondere der enge Kontakt zu vertrauten Menschen ist hierbei Gold wert. Er darf die Tatsache nicht aus den Augen verlieren, auch selbst für seine Gesundheit verantwortlich zu sein. Niemand sollte sich aufgrund einer Krebsdiagnose aus dem öffentlichen Leben zurückziehen, im Gegenteil: Aktivität und Gesellschaft zeitigen eine äußerst positive Wirkung.

Eine positive Grundhaltung des Patienten ist sicherlich kein Garant für eine Heilung. Aber sie erhöht die Chancen immens. Zudem belegen zahlreiche klinische Studien, dass eine stabile Psyche und der Glaube des Patienten an Besserung dazu beitragen, dass Nebenwirkungen von Chemo- und Strahlentherapien gemindert werden, dass weniger Komplikationen auftreten und auch die Lebenserwartung steigt. Eine begleitende psychologische Betreuung von Tumorpatienten ist inzwischen weit verbreitet, viele Kliniken verfügen über entsprechende Einrichtungen, auch Selbsthilfegruppen sind hier eine wertvolle Anlaufstelle. So liegt es in der Hand des Patienten, eine ganzheitliche Behandlung zu komplettieren. Mit Hoffnung, dem Glaube an Heilung und dem Wille, sich selbst nicht aufzugeben.