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Körpereigene Abwehrzellen bekämpfen Krebszellen

Ihr Körper kann Krebs SELBST bekämpfen!

Täglich kommt es in jedem menschlichen Körper zu vielen Tausenden Mutationen im Erbgut verschiedenster Körperzellen, ausgelöst durch sog. Mutagene.

In den meisten Fällen wird dieser Schaden von zellinternen Reparaturmechanismen behoben oder die Zelle zerstört sich bei irreparablen Schäden selbst (Apoptose-Programm).

In den seltensten Fällen greifen diese Schutzmechanismen des Körpers nicht und es kommt zur Bildung einer Tumorzelle. Nun greift ein anderer Bestandteil des körpereigenes Abwehrsystem ein, um den Ausbruch eines Krebsleidens zu verhindern: die Leukozyten.

Diese Zellen, auch als weiße Blutkörperchen bekannt, werden vor allem im Knochenmark gebildet und bekämpfen körperfremde oder virusbefallene Zellen. Eine spezielle Art dieser Zellen, die zytotoxischen T-Lymphozyten (früher als T-Killerzellen bezeichnet), besitzen die Eigenschaft Tumorzellen zu erkennen.

Trifft einer der mehreren Billionen zytotoxischen T-Lymphozyten auf eine Tumorzelle, so bindet er sich an diese und beginnt mit der Zerstörung der Tumorzelle. Der zytotoxische T-Lymphozyt perforiert die Membran der Tumorzelle, indem er das Proteinmolekül Perforin ausschüttet.

Die Tumorzelle verliert durch die Löcher in ihrer Membran Plasma, was zum Zerfall der Tumorzelle führt. Des weiteren haben die zytotoxischen T-Lymphozyten die Möglichkeit die Tumorzelle zur Selbstzerstörung zu veranlassen. Die Tumorzelle zersetzt dabei ihre eigene DNA und stirbt den programmierten Zelltod, auch Apoptose genannt.

Diese körpereigenen Schutzmechanismen bewahren den Organismus in den meisten Fällen vor einer lebensgefährlichen Krebserkrankung, haben aber auch ihre Grenzen. So sinkt die Wahrscheinlichkeit der Erkennung und Bekämpfung von Tumorzellen durch zytotoxische T-Lymphozyten mit der Häufigkeit an Tumorzellen, deren Auftreten z.B. durch eine hohe Belastung mit Mutagenen begünstigt ist.