Darmkrebs und Ballaststoffe
Mit Ballaststoffen gegen Krebs?
Das der Verzehr von viel frischem Obst, Gemüse und Brot gesünder ist als eine erhöhte Aufnahme von Fleisch und Fetten ist eigentlich jedermann
soweit bekannt. Neue Studien jedoch zeigten auf, dass durch diese gesunde Lebensform zudem das Risiko gesenkt wird, an einer der möglichen
Krebsarten zu erkranken.
Es wird vermutet, dass sowohl die sekundären Pflanzenstoffe als auch die Ballaststoffe diesen positiven Effekt auf den menschlichen Organismus
ausüben. Beweise für diese Theorie gibt es leider bislang noch nicht, allerdings konnten Wissenschaftler erfolgreich darlegen, dass die in der
Nahrung enthaltenen Ballaststoffe durch die Dickdarmflora zu kettenreaktionsauslösenden Stoffwechselprodukten abgebaut werden.
Genannt werden diese Produkte auch Entgiftungsenzyme. Zu den wesentlich wichtigen Ballaststoffen zählen Nicht-Stärke-Polysaccharide wie
Cellulose und Pektine sowie unverdauliche Oligosaccharide und Lignin. Allein die Aufnahme von ungefähr 35 Gramm Ballaststoffen pro Tag führt
erwiesenermaßen zu einem 40 Prozent geringerem Risiko an Dickdarmkrebs zu erkranken.
Wer sich entschließt seine Ernährung auf ballaststoffreichere Kost umzustellen, der sollte seinen Körper jedoch langsam an die neue Ernährung
gewöhnen, da es ansonsten zu Beschwerden wie Blähungen oder Bauchschmerzen kommen könnte. Zudem muß eine ausreichende Flüssigkeitsaufnahme
erfolgen, damit die Ballaststoffe vom Darm gut aufgenommen werden können.
Je nach Art des zugeführten Ballaststoffes entfaltet dieser seine Wirkung vorzugsweise erst im Dickdarm und nicht bereits im Dünndarm. Die
hier abbaubaren Teile nennen sich fermentierbare Ballaststoffe. Sie werden von den Darmbakterien zu Fettsäuren zersetzt, welche wiederum den Darm
quasi reinigen und für eine gesunde Darmflora sorgen. Die auch als Buttersäure bekannte Fettsäure entfaltet ihre positive Wirkung außerdem,
sobald Krebszellen versuchen, die gesunden Darmwandzellen zu zerstören und vernichten diese umgehend.
|