Krebs Ernährung

Richtige Ernährung bei Krebs

Die WHO (Weltgesundheitsorganisation) stellte 2003 fest, dass etwa 30% der Krebserkrankungen auf die Ernährung zurückzuführen sind. Bei der Entstehung und Ausbreitung eines Tumors spielen sowohl die Inhaltsstoffe der Nahrung eine Rolle, als auch ihre Zubereitung, Lagerung und Konservierung.

In der Auseinandersetzung von gesunden mit entarteten Körperzellen kann die Ernährung zwar nicht als Waffe dienen, aber doch zu einem wichtigen Schutzschild werden. Der internationale World Cancer Research Fund (WCRF), ist nach mehrjährigen wissenschaftlichen Untersuchungen über den Zusammenhang von Ernährung und Krebs zu folgenden Ergebnissen gekommen:

Der reichliche Verzehr stärkeloser Früchte und Gemüse schützt überzeugend gegen Krebserkrankungen. Dazu gehören bunte Gemüse wie Knoblauch, Möhren, Tomaten, Lauchgewächse, Blattgemüse, Blumenkohl, Rosenkohl, Weißkohl, Brokkoli, Auberginen, Sellerie, Chinakohl neben Beeren oder Zitrusfrüchten.

Diese Gemüse oder Früchte wirken mehr oder weniger schützend gegenüber allen Krebsarten. Sie reduzieren das Lungenkrebsrisiko ebenso überzeugend wie Rauchen es erhöht. Vor allem Tomaten, Salat, Karotten und Käse lassen bei Nichtrauchern einen Lungentumor unwahrscheinlich werden.

Zusammen mit Kartoffeln bieten Hülsenfrüchte wie Erbsen, Linsen, Bohnen und Sojabohnen (Leguminosen) einen naheliegenden Schutz vor der Entstehung und raschen Ausbreitung bestimmter Tumore – vor allem gegenüber Darm- oder Gebärmutterkrebs.

Die darin enthaltenen Ballaststoffe binden krebserregende Schadstoffe. Dazu gehören wasserlösliche Pektine, Pflanzengummis und Gele aus Algen, aber auch wasserunlösliche Ballaststoffe wie Cellulose und Lignin. Letztere erhöhen im Verdauungstrakt das Volumen des Nahrungsbreis, indem sie Wasser aufnehmen. Damit verstärken sie die Darmbewegungen und verkürzen die Verweildauer der Nahrungsreste im Darm: Im Nahrungsbrei enthaltene Schadstoffe finden kaum noch Gelegenheit, die Darmwände anzugreifen. Als Ballaststoffquelle sollten Hülsenfrüchte und unverarbeitetes Getreide täglich gegessen werden.

Dagegen fördert Übergewicht (Adipositas) die Entstehung von Tumoren - besonders in Brust, Gallenblase und Dickdarm. Dem Körper werden zuviel Fette und zuwenig Ballaststoffe zugeführt. Fett löst krebserregende Stoffe und verstärkt die Bildung von Gallensäure, welche zur Entgleisung anfälliger Körperzellen führen kann, nachdem Bakterien sie zu Deoxycholsäure und Lithocholsäure umgebaut haben. Übergewicht erhöht vor allem die Entwicklung von Darm-, Pankreas und Speiseröhrentumoren.

Die Untersuchungen legen Salz und mit Salz haltbar gemachte Lebensmittel als Ursache für Magenkrebs nahe.

Als sicherer Reizstoff auf die Leber gilt Alkohol, als wahrscheinliche Ursache für Lebertumore wurden Schimmelpilzgifte (Aflatoxine) ausgemacht.

Gleichzeitig wird vor hohem Fleischkonsum als möglicher Belastungsträger gewarnt. Empfohlen wird, den Konsum von rotem Fleisch auf 500 g/ Woche zu
beschränken und den Verzehr von verarbeitetem Fleisch zu meiden.

Den Nahrungsergänzungsmitteln ist grundsätzlich eine Vollwerternährung vorzuziehen.