Cannabis hat landläufig den Ruf eines Rauschgiftes. Doch einzelne Inhaltsstoffe haben bereits ihren Einzug in medizinische Therapien gehalten.

So behandeln Ärzte die Nebenwirkungen von Chemotherapien mit Tetrahydrocannabinol (THC), das auch die psychotrope Wirkung entfaltet. THC dient hier als Schmerzmittel und zur Verminderung der im Rahmen einer Chemotherapie auftretenden Übelkeit.

Abb.1: Cannabis soll aber auch Verbindungen enthalten, die Tumor-Zellen abtöten können. Bild: fotolia.com – Elroi

Cannabis soll Tumorzellen töten?

Dies zumindest ist ein Ergebnis der Grundlagenforschung an isolierten Krebs-Zellen. Den biochemischen Wirkungs-Mechanismus entdeckte ein Team um Dr. Maria Haustein an der Universität Rostock. Die Arbeitsgruppe untersuchte den Effekt der Cannabidoide auf Lungenkrebszellen und konnte zeigen, dass die Substanzen dem Immun-System den Kampf gegen entartete Zellen erleichtern.

Den Ergebnissen zufolge docken die Moleküle der Cannabidoide an spezifischen Rezeptoren an der Oberfläche der Krebszellen an. Die auch als „Cannabidoid-Rezeptoren“ (CB1 und CB2) bezeichneten Proteine induzieren in den Zellen die Produktion des Proteins ICAM-1 (Intercellular Adhesion Molecule 1). ICAM-1 lagert sich in der Zell-Membran ein und dient dort der Anhaftung körpereigener Fresszellen. Dieser Typ weißer Blutkörperchen (Leukozyten) kann Tumor-Zellen erkennen und abtöten.

Seit Jahrzehnten ist bekannt, dass der Körper die schmerzstillenden und krampflösenden Cannabidoide auch selbst synthetisieren kann. Ihre Rolle in der Bekämpfung von Krebs konnten die Rostocker Forscher erstmals auf biochemischer Ebene darstellen. Die Pharmakologen veröffentlichten die Ergebnisse ihrer Arbeit bereits im November 2014 im Fach-Journal „Science Direct“.

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Abb.1: Die Phytomedizin kennt die Bittergurke (oder Cerasee) als Mittel gegen Fieber, Magengeschwüre und sogar Diabetes. Heute dienen die Extrakte überwiegend als zusätzliche Unterstützung anderer Therapien. Es gibt sogar Anhaltspunkte dafür, dass Cerasee gegen Krebs helfen soll.

 

Die Pflanze hat viele Namen, weil sie heute weltweit verbreitet ist. „Cerasee“ wird sie im Angelsächsischen genannt, hierzulande auch „Bittergurke“ oder „Balsambirne“.

Eine Bezeichnung aus dem Sanskrit weist auf die ursprüngliche Heimat des Rankengewächses hin: „Karela“ nennen die alten Weisen die Kürbispflanze, die aus Asien stammt und deren Früchte unseren sauren Gurken ähnlich sehen. In der Kolonialzeit verbreitete sich Cerasee über die Tropen aller Kontinente, wo sie als Gemüse und Naturheilmittel kultiviert wird. Die Bittergurke (Momordica charantia) ist so robust, dass sie oft als Unkraut beseitigt werden muss.

Zwar kann die Bittergurke nicht pauschal als Tumor bekämpfend bezeichnet werden, doch fanden Forscher deutliche Hinweise dafür, dass Cerasee gegen einzelne Krebsarten hilft.

Der japanische Wissenschaftler Dr. Yasui und sein Team experimentierten mit Caco-2-Zellen, einer Variante des Dickdarmkrebses. Die Grundlagenforscher wollten wissen, wie sich eine bestimmte bioorganische Verbindung aus der Gruppe der Linolen-Säuren auf den Zellstoffwechsel der Caco-2-Zellen auswirkt. Die spezielle Fettsäure, die Yasui für die Versuche heranzog, entstammt den Samen der Bittergurke.

Im Ergebnis konnten die Wissenschaftler darstellen, dass die Lionolen-Säure aus Cerasee in den Gen-Stoffwechsel der Caco-2-Zellen eingreift. Die isolierte Linolen-Säure (BGO: „Bitter gourd seed oil“) induziert in den Caco-2-Zellen die Bildung eines Proteins, das wahrscheinlich zur Apoptosis führt. Unter dem Begriff verstehen Biologen den programmierten Zelltod, der zum Lebens-Zyklus jeder Zelle gehört und der bei den entarteten Zellen außer Kontrolle geraten ist. BGO könnte die Caco-2-Zellen zum „Selbstmord“ veranlassen.

Dr. Yasui und seine Arbeitsgruppe veröffentlichten die Ergebnisse der Untersuchung bereits im August 2005 beim US-amerikanischen National Center for Biotechnology Information (NCBI). Die Studie zeigt das enorme Potential phytomedizinischer Präparate und rechtfertigt weitere Forschungsarbeiten auf dem Gebiet bioorganischer Verbindungen.

Beitragsbild: 123rf.com – Jirapat Pantachot

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Gemüse, Obst und Heilpflanzen enthalten eine Vielzahl von bioaktiven Substanzen, die vor Krebserkrankungen in verschiedenen Organen schützen können. In diversen wissenschaftlichen Studien wurde nachgewiesen, dass Menschen, die überdurchschnittlich viel Obst und Gemüse verzehren, seltener an Krebstumoren in Mund, Rachen, Lunge, Darm und Bauchspeicheldrüse erkranken als Vergleichspersonen, die wenig Pflanzenkost zu sich nehmen.

Pflanzliche Substanzen besitzen ein breites Spektrum verschiedener Wirkungsmechanismen: So binden beispielsweise die Vitamine C und E als Antioxidantien schädliche freie Radikale und „entschärfen“ diese krebserregenden Stoffe. Carotinoide und Polyphenole lagern sich schützend an das Erbgut im Zellkern an, wo sonst krebserregende Substanzen andocken könnten. Weitere Stoffgruppen regen entgiftende Enzyme an, helfen selbst bei der Ausscheidung von Karzinogenen oder verlangsamen die Vermehrung von Tumorzellen.

Allgemein wirken Pflanzenstoffe verschiedener Klassen im Naturverbund gemeinsam am besten, weil sich ihre Wirkungen häufig ergänzen. Das bedeutet, dass ein Verzehr von vielen frischen, ständig wechselnden Obst- und Gemüsesorten die beste Vorsorge für die Gesundheit und gegen die Krebsentwicklung auf dem Gebiet der Ernährung darstellt. Er ist der Einnahme von Vitamin- und Mineralpräparaten daher vorzuziehen.

Forschungsergebnisse, die das Deutsche Krebsforschungszentrum in Heidelberg 2008 veröffentlichte, zeigen ferner, dass Heilpflanzen, die in der Traditionellen Chinesischen Medizin seit langem zur Krebsbekämpfung verwendet werden, tatsächlich häufig tumorhemmende Substanzen enthalten. Die Wissenschaftler testeten bisher Extrakte aus 76 chinesischen Medizinalpflanzen und fanden heraus, dass 18 der untersuchten Pflanzenextrakte das Wachstum einer Krebszell-Linie in der Kulturschale deutlich hemmen konnten. Beispielsweise enthält Rotwurzel-Salbei drei Inhaltsstoffe mit deutlicher Anti-Tumor-Wirkung.

Schon heute entstammen etwa drei Viertel aller natürlichen Pharmawirkstoffe der traditionellen Volksmedizin aus aller Welt. Viele Substanzen, die in Chemotherapien Verwendung finden, gehen auf natürliche Pflanzenstoffe zurück.

So werden z.B. Taxane aus der Eibe zur Behandlung von Prostata- und Brustkrebs eingesetzt. Hier einige weitere interessante Pflanzen.

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Das Madagaskar-Immergrün

Diese Heilpflanze zählt zu den Hundsgiftgewächsen und hat sich vom Kräutertee zum bewährten Krebsmedikament entwickelt. Die zwei Alkaloide Vincristin und Vinblastin aus dem Madagaskar-Immergrün verhindern ein Tumorwachstum, da die Wirkstoffe die Zellteilung hemmen und die DNA-Synthese unterbinden. Diese Stoffe kommen heutzutage bei der Chemotherapie gegen beispielsweise Leukämie und Brustkrebs zum Einsatz.

Mistelpräparate

Misteln zählen zu den Sandelholzgewächsen und werden seit Beginn an zur Behandlung von Krebs eingesetzt und zählen daher wohl zu den bekanntesten Heilpflanzen gegen Krebs. Misteln werden je nach Tumorlokalisation von verschiedenen Wirtspflanzen verwendet, beispielsweise von Tannen, Kiefern, Eichen oder Apfelbäumen.

In den Misteln sind spezielle Lektine enthalten, die das Immunsystem stimulieren, das Verbreiten der Krebszellen zu hemmen. Die Mistellektine sind die bekanntesten Bestandteile des Mistelextraktes, jedoch wird zahlreichen weiteren Inhaltsstoffen eine krebshemmende Wirkung zugeschrieben. Mehr dazu unter: Misteltherapie bei Krebs.

Katzenkralle

Die Katzenkralle gehört zu den Rötegewächsen. Die zur Krebsbekämpfung wirksamen Inhaltsstoffe sind insbesondere in der Wurzelrinde enthalten. Die Heilkräfte wirken vor allem in Bezug auf Lungenkrebs, denn das Pulver der Katzenkralle reduziert das Risiko der Erkrankung an Lungenkrebs um etwa 50 Prozent.

Jedoch verbessern sich die Abwehrkräfte nicht nur in Bezug auf Lungenkrebs enorm, denn im Urin sank das Gesamtpotential an krebsauslösenden Stoffen im Körper bis zu 63 Prozent. Daher gehen Wissenschaftler davon aus, dass die Wirkstoffe der Katzenkralle in der Lage sind, die Giftstoffe unschädlich zu machen. Dies bedeutet, dass die negative Wirkung von Umweltgiften generell in erheblichem Maße reduziert wird.

Rotwurzel-Salbei

Rotwurzel-Salbei, eine Pflanzenart der Gattung Salbei, enthält gleich 3 Substanzen mit einer starken Antitumor-Wirkung, die sogar das Wachstum von sehr aggressiven Tumorzellen stoppen können.

Obst und Gemüse

Obst und Gemüse zählen zur natürlichen Vorsorge, die ebenso vor Krebs schützt, da beides sekundäre Pflanzenstoffe beinhaltet, die ausschließlich von Pflanzen gebildet werden, welche sich gegen Krankheitserreger schützen. Dazu hatte ich ja auch im Beitrag zur Ernährung bei Krebs etwas mehr geschrieben.

Laut Studien sinkt das Krebsrisiko durch Obst und Gemüse je nach Tumorart bis zu 50 Prozent. Eine überwiegend pflanzliche Ernährung soll das Risiko von Magen- und Dickdarmkrebs bis zu 90 Prozent, von Gebärmutterschleimhaut-, Gallenblasen-, Gebärmutterhals- sowie Speiseröhrenkrebs etwa 20 Prozent und bei allen anderen Krebsarten circa 10 Prozent verringern.

Die gesunden Pflanzenstoffe helfen auf verschiedene Arten bei der Krebsvorsorge. Zum Teil neutralisieren sie die krebserregenden Giftstoffe, teilweise werden die körpereigenen Zellen geschützt oder Krebserreger werden gehindert, überhaupt aktiviert zu werden. Für eine gesunde Ernährung werden pro Tag 5 Portionen an Obst und Gemüse empfohlen.

Auf weitere Forschungsergebnisse in diesem Erfolg versprechenden Gebiet der Heilpflanzen darf man also gespannt sein. Eine weitere Pflanze bespreche ich hier: Bittergurke und Cannabis.

 

Beitragsbild: 123rf.com – Alexander Raths

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Effect of ginseng polysaccharides and dendritic cells on the balance of Th1/Th2 T helper cells in patients with non-small cell lung cancer.

Diese Arbeit wurde mit 96 Patienten durchgeführt, die an einem nicht kleinzelligen Lungenkarzinom litten. Den Patienten wurde einmal die Woche mit Hilfe einer Thorakoskopie entweder Dendritische Zellen (Kontrollgruppe) oder Dendritische Zellen plus Ginseng Polysaccharide (Verumgruppe) verabreicht.

Die Autoren untersuchten vor und nach der 30-tägigen Behandlungsdauer die Zytokin-Konzentrationen von INF-gamma, IL-4, IL-2 und IL-5. Zudem wurde ein Fragebogen von den Patienten ausgefüllt, der die Lebensqualität ermitteln sollte.

Resultate: Die Konzentrationen von allen Th1-Zytokinen (INF-gamma und IL-2) in beiden Gruppen stieg im Verlauf der Behandlung signifikant an. Es ergab sich jedoch ein deutlich ausgeprägterer Anstieg in der Verumgruppe. Die Th2-Zytokine waren in der Kontrollgruppe signifikant höher als in der Verumgruppe.
Schlussfolgerung der Autoren: Die zusätzliche Behandlung mit Ginseng Polysacchariden hatte einen ausgeprägteren Effekt auf das Immunsystem der Patienten als die Gabe von Dendritischen Zellen alleine.

Wozu das Th1/Th2 System gut ist und was eine gestörte Immunbalance bewirken kann, das habe ich hier beschrieben: Die Th1 – Th2 Immunbalance – als Grundlage für die Therapie.

Fermented red ginseng extract inhibits cancer cell proliferation and viability.

Diese Laborstudie untersuchte verschiedene Arten von Krebszellen – Brustkrebszellen, Leberkrebszellen und reprogrammierte Brustkrebszellen, die die Eigenschaften von Krebsstammzellen hatten. Die Zellen wurden unter verschiedenen Konditionen kultiviert. Gemessen wurde die Viabilität (Funktions- und Lebensfähigkeit) und Proliferation (Entwicklung und Teilung) der Zellen.

Resultate: Die Zellen, die in nicht fermentiertem Ginseng-Extrakt kultiviert worden waren, zeigten mit und ohne gleichzeitiger Gabe eines Chemotherapeutikums eine signifikante Beeinträchtigung von Viabilität und Proliferation aller Zellkulturen.

Eine fermentierte Version des Extraktes zeigte darüber hinaus eine deutlich stärkere Wirksamkeit als der nicht fermentierte Ginseng-Extrakt. Dies betraf vor allem die reprogrammierten Brustkrebszellen, die Krebsstammzellen simulierten. Der fermentierte Extrakt verstärkte auch die Wirksamkeit des Chemotherapeutikums deutlicher als der nicht fermentierte Extrakt.

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Schlussfolgerung der Autoren: Es ist anzunehmen, dass eine Behandlung mit fermentiertem Ginseng-Extrakt effektiver ist bei der Verringerung der Überlebensfähigkeit von Krebszellen, indem es zu einer Induktion von Apoptose und der Verhinderung der Entwicklung von sehr frühen Stadien der Differenzierung von Krebsstammzellen kommt.

Ginsenoside Rg3 induces apoptosis in human multiple myeloma cells via the activation of Bcl-2-associated X protein.

Diese Laborarbeit bestätigt noch einmal, dass ein spezifischer Inhaltsstoff von Ginseng beziehungsweise dessen Metabolit, Ginsenosid Rg3, zytotoxische Wirksamkeit besitzt. Die Substanz verhindert die Entwicklung und Teilung der Krebszellen und erhöhte die Apoptose-Rate, was zum endgültigen Untergang der Krebszellen führt.

Anti-breast cancer activity of Fine Black ginseng (Panax ginseng Meyer) and ginsenoside Rg5.

Wieder eine Laborstudie. Wieder das gleiche Ergebnis in Bezug auf die Wirksamkeit bei Brustkrebszellen. In dieser Arbeit zeigen die Autoren, dass die Wirksamkeit nicht auf einem Wirkmechanismus alleine beruht, sondern mindestens zwei Mechanismen gleichzeitig greifen. Zum einen werden für den Zellzyklus notwendige Proteine unterdrückt. Und zum anderen wird die Bereitschaft dieser Zellen für eine Apoptose heraufgesetzt.

Protective Effects of Processed Ginseng and Its Active Ginsenosides on Cisplatin-Induced Nephrotoxicity: In Vitro and in Vivo Studies

Diese Arbeit konnte zeigen, dass Ginseng in der Lage ist, durch Cisplatin ausgelöste Nierenschäden zu verhindern. Die durch eine Hitzebehandlung entstandenen Metaboliten Ginsenosid Rg3, Rg5 und Rk1 verhinderten Nierenschäden durch eine Verminderung von Entzündungsprozessen und Einflussnahme auf die Apoptose. Daher glauben die Autoren, dass Ginseng in der Kombination mit Chemotherapeutika nicht nur eine verstärkte krebseliminierende Wirkung hat, sondern auch die sonst typischen Nebenwirkungen einer Chemotherapie abfedern hilft.

Panax notoginseng saponins (PNS) inhibits breast cancer metastasis.

Entartete Zellen, Tumore etc. sind bei einer Krebserkrankung nicht das eigentliche Problem. Sie werden erst dann zum Problem, wenn der Tumor anfängt „zu streuen“. Das heißt, dass Krebszellen vom Primärtumor abbrechen und in anderes Gewebe oder Organe abwandern und dort einen neuen Herd aufbauen.

Diesen Vorgang nennt man Metastasierung und dient der Verbreitung der Erkrankung über den gesamten Organismus. Tumore, die keine Metastasen ausbilden, sind weitaus weniger gefährlich als solche, die nach geraumer Zeit über den ganzen Organismus verteilt sind. Daher ist eine Behandlung von Tumoren ohne das Ausschalten von Metastasen fast immer zum Scheitern verurteilt.

Es gibt bereits eine Reihe von Arbeiten zu anderen natürlichen Substanzen zu diesem Thema. Es gibt eine Reihe von Substanzen, die in der Lage sind, die Ausbreitung von metastasierenden Zellen zu verhindern. Ginseng scheint sich nahtlos in diese Reihe einzufügen, wie diese Arbeit vermuten lässt.

Der Einfluss von Ginseng auf die Migration und Invasion von Metastasezellen trat sogar bei Dosierungen auf, die für eine Wirksamkeit auf die Proliferation und Viabilität der Krebszellen zu niedrig ausfiel. Es zeigte sich, dass unter den Saponinen von Ginseng die Gene der Krebszellen eingeschaltet wurden, die für eine Verhinderung von Metastase zuständig sind.

Des Weiteren wurden Gene deaktiviert, die für die Migrationsbereitschaft der Krebszellen zuständig sind. Wie es scheint, haben wir es hier ebenfalls mit einem Doppel-Mechanismus zu tun, der eine unvorteilhafte Entwicklung verhindern hilft. Und dieser Effekt setzt direkt an beziehungsweise in den Tumorzellen an.

Klinische Studien mit Ginseng scheint es dagegen nicht zu geben, beziehungsweise es gibt sie und wurden in nicht englischer Sprache veröffentlicht. Es gibt zum Beispiel Arbeiten aus Korea, die aber ausschließlich in Landessprache verfasst wurden.

Eine Literaturrecherche dazu kommt leider zu keinem schlüssigen Ergebnis: Ginseng for health care: a systematic review of randomized controlled trials in Korean literature. Das einzige als sicher einzustufende Ergebnis war die Aussage, dass Ginseng keine Nebenwirkungen mit sich bringt und als sicher und verträglich eingestuft werden kann.

Effects of sun ginseng on subjective quality of life in cancer patients: a double-blind, placebo-controlled pilot trial.

Diese Studie aus Korea ist die einzige klinische Studie, die ich habe finden können. Sie umfasst 53 Patienten, die an einer Krebserkrankung litten (gynäkologische Krebserkrankung, Leberkrebs und andere Formen). Der Behandlungs- und Beobachtungszeitraum betrug 12 Wochen.

Untersucht wurde die Lebensqualität der Patienten während und aufgrund der Behandlung ihrer Erkrankung. Die Patienten in der Verumgruppe erhielten 3000 mg Ginseng pro Tag, die der Placebogruppe ein entsprechendes Placebo.

Resultate: Die Verumgruppe verzeichnete eine signifikant verbesserte Lebensqualität im Vergleich zu der Placebogruppe. Die „körperliche Konstitution“ war hier deutlich verbessert sowie die „Umweltbedingungen“. Der allgemeine gesundheitliche Zustand der Verumgruppe war deutlich verbessert. Es gab auch hier keine Nebenwirkungen oder Unverträglichkeiten.

Schlussfolgerung der Autoren: Ginseng scheint in der Lage zu sein, die mentalen und körperlichen Funktionen der Patienten zu verbessern.

A case of metastatic bladder cancer in both lungs treated with korean medicine therapy alone.

Nicht ganz so wissenschaftlich, aber dennoch nicht ohne Bedeutung können Fallbeispiele sein. In diesem Fall ging es um einen 74 Jahre alten Koreaner, bei dem ein metastasierender Blasenkrebs in beiden Lungenflügeln entdeckt worden war.

Der Patient jedoch lehnte eine Chemotherapie ab und wurde in einem fortgeschrittenen Zustand ins Krankenhaus eingeliefert. Er wurde mit Anwendungen der traditionellen koreanischen Medizin behandelt. Die dabei zum Einsatz gebrachten Heilpilze, Kräuter und Pflanzen waren Ginseng, Cordyceps, Boswellia und weitere Heilkräuter.

Der Patient inhaliert über einen Inhalationsapparat wilden Ginseng und ein Destillat aus Cordyceps. Die Therapie begann im Januar 2014 und dauerte bis Mai 2014. Der Therapieverlauf wurde anhand der Symptomatik und einer Reihe von fortlaufenden Röntgenaufnahmen der Brust beurteilt.

Resultat: Die Größe und Anzahl an multiplen metastatischen Knötchen in beiden Lungenflügeln zeigten sich auffällig reduziert. Die Symptome waren vollkommen verschwunden.

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Die moderne Tumortherapie reicht weit über die Schulmedizin hinaus; Methoden zur ergänzenden Behandlung nennt man Komplementäronkologie.

Hierbei geht es um eine ganzheitliche Therapie, die in keinem Fall die Standardtherapien wie Operation, Strahlen-, Chemo- und Hormontherapie ersetzen.

Das Ziel ist die Unterstützung von Standardtherapien und im besten Fall ihre Verbesserung. Die Verwendung komplementärer Maßnahmen muss mit dem behandelnden Onkologen abgestimmt werden, denn nur er kann entscheiden, ob und wann ergänzende Maßnahmen sinnvoll sind – eine falsche Substanz oder eine falsche zeitliche Abstimmung kann den Erfolg der Standardtherapien gefährden.

Komplementäre Verfahren sind auf Qualität, Unbedenklichkeit und Wirksamkeit wissenschaftlich geprüft. Ergänzende Maßnahmen können erheblich zur Verbesserung der Lebensqualität beitragen – die Symptome der Erkrankung nehmen ab, die Standardtherapien insbesondere die Strahlen- und Chemotherapie werden besser vertragen, ein Rückfall der Krebserkrankung (Rezidive) oder die Ausbreitung durch Tochtergeschwülste (Metastasen) kann zeitlich verzögert werden.

Viele Patienten suchen nach Möglichkeiten, aktiv die Genesung zu unterstützen. Die Bereiche Ernährung, Sport und Psychoonkologie bieten komplementäre Methoden, die es dem Erkrankten ermöglichen, selbstverantwortlich zu handeln.

Mangelhafte Ernährung trägt nicht nur zur Krankheitsentstehung bei, sondern wirkt sich auch während einer Krebserkrankung negativ auf den Behandlungserfolg aus. Ohne eine entsprechende und teilweise radikale Ernährungsumstellung geht es meiner Erfahrung nach bei den meisten Krebserkrankungen nicht. Die klassische „speziellen Ernährungsberatungen“ bei Krebs, können hilfreich sein, reichen meines Erachtens aber bei weitem nicht aus. Als Stichworte möchte ich hier nur die ketogene Ernährung hervorheben, sowie meinen Beitrag: „Wie esse ich gegen Krebs?

Beim Sport im Zusammenhang mit Krebs, geht es um die Verbesserung des Hormon- und Abwehrsystems und um eine Mobilisation in operierten Bereichen – ein wichtiger Nebeneffekt auf die Psyche ergibt sich auf Grund der sozialen Kontakte und durch die Ausschüttung körpereigener Opiate.

Unterstützung kann der Tumorerkrankte bei der Bewältigung seines Schicksals bei einem Psychotherapeuten finden.

Erfolgreich eingesetzt werden außerdem Selen, EnzymeMistel, hochdosierte Vitamine (wie zum Beispiel Vitamin C), sowie Spurenelemente (wie zum Beispiel das Selen).

Studien zeigen, dass die Thymuspeptidtherapie und die Mikrobiologische Therapie das Immunsystem stärken und dadurch Krebszellen und Viren zerstören. Auch die Hyperthermie und die „Tumorimpfung“ zählen zu den anerkannten Komplementärtherapien.

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Für die meisten Krebspatienten ist nicht die Krankheit an sich, sondern vielmehr die Diagnose das was sie in ein tiefes Loch fallen lässt. Denn sie gibt ein Gefühl des Ausgeliefertseins und außer den begrenzten schulmedizinischen Möglichkeiten, keine Aussichten auf Handeln können.

Naturheilkundlich und in der Alternativmedizin gibt es allerdings eine ganze Reihe von Therapien die unterstützend eingesetzt werden können. Die Kunst besteht darin, die individuell Richtige zu finden. Der erste Schritt kann da nur sein, sich umfassend und ausführlich zu informieren.

Bösartige (maligne) Tumoren entwickeln sich schnell und sind nicht scharf abgegrenzt, sie wachsen zerstörend ins Nachbargewebe, können auch Blut- und Lymphgefäße eröffnen und sie können Tochtergeschwülste (Metastasen) setzen.

Bei der biologisch-ganzheitlichen Betrachtungsweise, handelt es sich immer um ein multifaktorielles Geschehen. Es liegen eine Vielzahl von Funktionsstörungen vor wie:

  • Störungen im Hormonhaushalt
  • Mängel des körpereigenen Abwehrsystems
  • Störungen im Elektrolyt- und Mineralstoffhaushalt
  • Störungen im Vitaminhaushalt
  • Störung in der Wärmeregulation
  • Störung in den Entgiftungs- und Ausscheidungsfunktionen
  • Störung im Säure-Basen-Gleichgewicht
  • Störungen der Darmtätigkeit
  • Störungen in den Zellatmungsfunktionen

Genau hier können die ersten Schritte ansetzen, etwa durch eine Colon-Hydrotherapie, eine Art Darmspülung, um den Darm zu säubern und zu aktivieren.

Hochdosiertes Vitamin C wird ebenfalls erfolgreich eingesetzt. Jedoch muss immer ein ganz individueller Behandlungsplan bei einem erfahrenen Naturheilkundler oder Heilpraktiker erarbeitet werden.

Erste kleine Erfolgsschritte bringen schon immer eine Entgiftung und Entschlackung des Körpers sowie eine Ernährungsumstellung. Dann kann eine gezielte Alternativtherapie ansetzen.

Die anthroposophische Medizin hat gute Heilerfolge mit der Misteltherapie, die auch inzwischen in der sog. Schulmedizin etabliert ist.

Die klassische Homöopathie behandelt den Menschen auf physischer und psychischer Ebene.

Ob Spagyrik, traditionelle chinesische Medizin, mikrobiologische Therapie oder Heilenergie, jedes Heilsystem, welches den Menschen als ganzheitliches Wesen begreift und ihn nicht auf Symptome reduziert, geht davon aus, dass jedes Krankheitsgeschehen auch wieder ein rückläufiges werden kann.

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Vor allem wenn Sie für den Erhalt der Homöopathie sind, sollten Sie sich unbedingt dazu eintragen, denn die „Politik“ und etablierte Medizinerschaft ist bestrebt die Homöopathie zu verbieten und / oder abzuschaffen!

Tipps, wie Sie sich vor Krebs schützen:

  • Vitamin D gilt als hervorragender natürlicher Krebsschutz.
  • Ein gesundes Körpergewicht wirkt sich insgesamt ebenfalls positiv auf die Gesundheit aus.
  • Gesunde Omega-3-Fettsäuren schützen vor Krebs und vor anderen Krankheiten.
  • Gleiches gilt für grünes Gemüse und für Kurkumin.
    Wissenschaftler gehen davon aus, dass ein Jodmangel die Entstehung von Krebs fördert. Achten Sie daher auf eine ausreichende Zufuhr des Spurenelements.
  • Vermeiden sollten Sie hingegen Alkohol, elektromagnetische Felder und eine Hormonersatztherapie (beispielsweise bei Wechseljahrsbeschwerden).
  • Auch Bisphenol A, Phthalate und andere Xenoestrogene, die zum Beispiel in Kunststoffen, Farben und Lacken vorkommen, gelten als gefährliche Krebsauslöser.
  • Von Ihrem Speiseplan sollten Sie alle Arten von Zucker möglichst streichen, vor allem Fruktose.
  • Beim Grillen mit Holzkohle entstehen im Fleisch Substanzen, die als hochgradig krebserregend gelten.
  • Gleiches gilt für Acrylamide, die sich beim Backen, Rösten und Frittieren stärkehaltiger Lebensmittel entwickeln.
  • Einige Studien gehen davon aus, dass unfermentierte Sojaprodukte, aufgrund der enthaltenen östrogenähnlichen Stoffe, die Wucherung von Brustzellen anregen und so Brustkrebs auslösen können.

Weitere Beiträge was Sie tun können:

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Beitragsbild: 123rf.com – Alexander Raths

Die Operation

Die konventionelle Krebstherapie aus Operation, Chemotherapie und Bestrahlung birgt eine Menge Risiken. Das Operationsrisiko hängt von Ort und Umfang der Operation ab, wobei Schwächung des Körpers z. B. durch Blutverlust, Infektionsgefahr sowie die Überlebenschancen nach Entfernung des befallenen Organs, beziehungsweise Organteils, abzuwägen sind.

Der Erfolg hängt davon ab, wieweit das befallene Organ zerstört ist und ob Tumorzellen aus dem erkrankten Organ gestreut wurden.

In meinem Beitrag: Operation bei Krebs gut überlegen, gehe ich umfassender auf die Problematik ein.

Die Chemotherapie

Mit der Chemotherapie werden dem Körper „Gifte“ zugeführt, die nicht nur die Teilung von Krebszellen blockieren, sondern notgedrungen auf alle Zellen wirken, die sich rasch erneuern. Diese Methode geht auf Paul Ehrlich zurück, der das „Prinzip der selektiven Toxizität“ aufstellte.

Eingesetzt werden Zytostatika unterschiedlicher Substanzen – abhängig von der Aggressivität des jeweiligen Tumors. Sie wirken nicht auf ruhende Körperzellen. Da aber auch bösartige (maligne) Tumoren ruhende Zellen enthalten, reicht eine einmalige, kurzzeitige Zytostatikatherapie zur Heilung nicht aus.

Dabei greifen die Zytostatika allen voran die Zellen an, die sich am häufigsten teilen. Betroffen ist unter anderem die Blutbildung im Knochenmark, wodurch die Abwehrkräfte herabgesetzt werden und sich die Infektionsgefahr erhöht.

Durch Schädigung der Keimdrüsen greifen Zytostatika auch in den Hormonhaushalt ein. Ausbleiben von Menstruation oder Sterilität können die Folge sein. Oft fallen die Haare aus, wachsen aber später wieder nach. Beschwerden wie Übelkeit, Erbrechen und Appetitlosigkeit treten 1-5 Stunden nach Medikamentengabe auf. Weitere Nebenwirkungen können schwerwiegend sein. Immerhin werden mittels Chemotherapie besonders jüngere Menschen (in Abhängigkeit vom betroffenen Organ), häufig vom Krebs befreit.

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Mehr dazu auch in meinen Beiträgen:

Die Bestrahlung

Zur Bestrahlungstherapie werden unterschiedlich stark und tief reichende Strahlungselemente eingesetzt. Auch sie können eine Heilung herbeiführen. Allerdings ist dabei die Gefahr einer neuen Krebsbildung, etwa als Blutkrebs (Leukämie), nicht von der Hand zu weisen.

Deshalb muss das bestrahlte Gebiet so eng wie möglich eingegrenzt werden. Bestrahlte Körperregionen dürfen nicht gereizt, bestrahlte Hautflächen nicht mit Seife, Cremes oder Pflastern traktiert werden. Daneben verursacht Strahlentherapie mangelnden Appetit und Übelkeit. Bei Bestrahlung des Schädels werden die Haarwurzelzellen unwiederbringlich zerstört.

Um sowohl Vergiftungsfolgen als auch Strahlenschäden zu minimieren, kombinieren Onkologen Bestrahlungen gern mit Chemotherapie. Folgen der Strahlentherapie kann man übrigens auch mit Homöopathie angehen.

Die Probleme

Selbst bei einer optimalen Dosis bei der Strahlentherapie, leidet das Immunsystem des Patienten enorm; ebenso bei der Chemotherapie. Die Immunzellen unseres Körpers gehören nämlich auch zu den sich schnell teilenden Zellen und reagieren deshalb auf diese Therpaie fast genauso empfindlich wie die Krebszellen.

So kann es durchaus sein, dass nach einer Bestrahlung oder einer Chemotherapie ein lebensbedrohlicher Mangel an weißen Blutkörperchen eintritt. Aus diesem Grund halte ich begleitende Therapiemaßnahmen zur Stärkung des Immunsystems bei Krebs unbedingt für erforderlich, um das geschädigte Immunsystem sobald wie möglich wieder aufbauen. Am besten setzt so eine Immunstimulation bereits vor der Chemotherapie oder einer Bestrahlung ein. Patienten haben so eine bessere Heilungschance.

Bevor Sie jetzt denken: „Das muss er ja als Heilpraktiker schreiben“, sollten Sie wissen, dass bereits 1996 die Deutsche Gesellschaft für Onkologie eine Stellungnahme veröffentlicht hat, in der sich die rund 300 Mitglieder der Gesellschaft – überwiegend Arzte der „klassischen” Therapieausrichtung – unmissverständlich dafür ausgesprochen haben, dass ergänzende (komplementäre) und unterstützende (adjuvante) Naturheilverfahren einen festen Platz in der Krebstherapie erhalten sollten.

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Die Existenz von Spontanheilungen bei Krebs ist seit langem bekannt und wissenschaftlich anerkannt. Statistische Angaben über die Häufigkeit sind unterschiedlich und daher etwas kritisch zu beurteilen.

Falsche Diagnosen, Unwissen über die Wirkungsweise eingesetzter Therapien sowie die Tatsache, dass Fälle von Spontanheilungen häufig nicht ausreichend dokumentiert oder publiziert werden, machen realistische Angaben  kaum möglich – und dennoch gibt es sie.

Voraussetzung für die Anerkennung ist, dass der Tumor durch pathologische Gewebeproben bestimmt wird und die Heilung über einen längeren Zeitraum durch klinische und technische Untersuchungen bestätigt wird.

Zur Zeit werden jährlich weltweit 20 – 30 Fälle von Spontanheilungen bei Krebs nachgewiesen, vermehrt bei Krebsarten, wie Lymphomen, Melanomen, Nierenkrebs und dem kindlichen Neuroblastom. Außerdem ist den dokumentierten Fällen zu entnehmen, dass hauptsächlich Primärtumore betroffen sind, selten dagegen Metastasen.

Unter Spontanheilung bei Krebs (Spontanremission) versteht man das vorübergehende oder dauerhafte, vollständige oder teilweise Verschwinden eines bösartigen Tumors ohne Therapien oder bei Anwendung von Therapien, die zunächst keine Wirkung zeigen.

Das Interesse der Forschung an diesem Gebiet ist natürlich enorm – man sucht nach Kriterien, die zu Spontanheilungen führen können und so die Selbstheilung des Patienten in Gang setzen.

Trotz intensiver Bemühungen sind der Schulmedizin angeblich jedoch keine Fakten bekannt geworden, die zu Spontanheilungen führen; daher gibt es keine besonderen Empfehlungen. Therapeuten, die dem Krebspatienten Selbstheilung versprechen, gelten bei Fachleuten als unseriös.

Die Ursachen für Spontanremissionen sind nicht bekannt, wahrscheinlich scheint jedoch ein Zusammenspiel mehrerer Faktoren. Eine wichtige Rolle spielen hierbei immunologische Prozesse, hormonelle Veränderungen sowie Angiogenese (Gefäßneubildung).

In der Schulmedizin wird selten über Spontanheilung berichtet, viel häufiger jedoch im Bereich der Komplementärmedizin. Ziel von komplementären Maßnahmen ist die Ergänzung der klassischen Therapie bei Krebs, um ihre Wirkungsweise zu unterstützen oder deren Nebenwirkungen zu reduzieren.

Heilung lässt sich nicht erzwingen, doch einen wichtigen Beitrag zur Verbesserung der Lebensqualität trägt das seelische Befinden bei, eine Selbstakzeptanz, ein tragendes, soziales Netz und die Überzeugung, selbstverantwortlich handeln zu können.

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Ziel der konventionellen Krebs-Therapie ist es, den Tumor bis auf die letzte Zelle vollständig zu beseitigen. Doch genau das kann die Chemotherapie oft gar nicht erreichen, verlängert aber die Lebenszeit der Patienten.

Und umso härter der Kampf gegen die bösartigen Zellen geführt wird, desto mehr Zeit bleibt den Patienten noch. Nach diesem Motto handeln die meisten Krebs-Ärzte.

 

Einige US-amerikanische Wissenschaftler sind anderer Ansicht. Wirkungsvoller sei es, das Tumor-Wachstum lediglich zum Stillstand zu bringen. Das sind die Schlussfolgerungen aus einem Tier-Experiment, das Dr. Pedro M. Enriquez-Navas mit seinem Team am Research Institute Tampa und dem Moffitt Cancer Center durchführte.

Die Forscher infizierten Mäuse mit menschlichem Brustkrebs und behandelten sie anschließend mit dem Chemotherapeutikum „Paclitaxel“. Dabei teilten sie die Versuchstiere in 3 Gruppen mit unterschiedlichen Therapie-Plänen. Eine Gruppe bekam das Medikament in der maximalen Dosierung. Bei der zweiten Gruppe wurde die Dosis stetig verringert und der aktuellen Tumor-Größe angepasst. Diese Anpassung geschah in der dritten Gruppe durch verlängerte Abstände zwischen den einzelnen Chemotherapien. Die Intervalle wurden vergrößert, wenn das Tumor-Wachstum anhielt.

Die Mäuse, die die Höchst-Dosis erhalten hatten, schnitten am schlechtesten ab. Bei ihnen flammte das Tumor-Wachstum nach der Therapie wieder verstärkt auf. Am besten erging es den Mäusen mit der kontinuierlich reduzierten Dosis. Hier konnte das Krebswachstum vollständig angehalten werden (Link zur Quelle).

Die Forscher erklären sich das damit, dass durch sehr hohe Dosen von Paclitaxel resistente Krebszellen entstehen, die sich noch im Verlauf der Behandlung rasant vermehren. Zudem schädigt jede Chemotherapie auch das Immun-System, das ebenfalls gegen entartete Zellen kämpft.

Ähnlich ist das dem Effekt der Resistenz-Bildung bei der Antibiotika-Behandlung. Hier greifen die Gesetze der Evolution, wenn die gegen Medikamente unempfindlichen Zellen selektiv bevorzugt sind und überleben. So entstehen im Wechselspiel von Selektion und Mutation neue Formen, die sich durchsetzen.

Die Forscher glauben nun, dass es wichtig sei, auch den nicht-resistenten Krebszellen eine Chance zu lassen. Denn sie sorgen dafür, dass der Tumor sich nicht vergrößert, wodurch die Lebenserwartung der Patienten steigt.

 

Beitragsbild: 123rf.com – Yuiy Klochan

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Eine Chemotherapie gilt für viele Krebspatienten als letzte Rettung.

Doch während diese Behandlung vor allem bei Lymphkrebs, Leukämie und Hodenkrebs gute Ergebnisse zeigt, ist die Aussicht auf Erfolg bei anderen Erkrankungen – wie etwa bei Lungenkrebs und Darmkrebs, aber auch bei bösartigen Brusttumoren und Prostatatumoren in fortgeschrittenem Stadium nicht gut.

 

Dennoch werden auch bei diesen Krebserkrankungen immer wieder Chemotherapien durchgeführt, wenn sich bereits Metastasen der Karzinome gebildet haben, denen mit Strahlentherapie oder Operationen nicht mehr Herr zu werden ist.

Den Patienten werden Heilungschancen und eine stabile Lebenserwartung vorgegaukelt, obwohl sich die Mediziner in diesen Fällen selbst nicht allzu viel von der Chemotherapie erhoffen.

Dies hat dennoch für alle Beteiligten nur Vorteile: Die „Götter in Weiß“ müssen Ihre Machtlosigkeit gegenüber dem Krebs nicht preisgeben, die Pharmaindustrie macht ein Millionengeschäft und die Patienten sind froh über den letzen Funken Hoffnung, der ihnen bleibt.

Doch zu welchem Preis?

Verringern die teuren Zellgifte wirklich das Leiden oder wird das Leben nicht erst durch sie zu einer enormen Qual für die Betroffenen?

Zytostatika, die bei der Chemotherapie zum Einsatz kommen, hemmen entweder das Zellwachstum oder die Vermehrung auf unterschiedliche Weise. Da Krebszellen eine erhöhte Wachstums- und Teilungsrate haben, reagieren sie etwas sensibler auf die Toxine als gesunde Zellen. Doch natürlich werden auch diese in Mitleidenschaft gezogen.

Vor allem die Zellen der Schleimhäute und der Haarwurzeln, aber auch die blutbildenden Knochenmarkszellen sind betroffen. Haarausfall, Übelkeit, Erbrechen und eine erhöhte Immunschwäche sind nur einige der üblichen Nebenwirkungen. Darüber hinaus sind einige Zytostatika selber krebserregend und keimbahnschädigend.

Immerhin haben die Pharmakonzerne zumindest die unangenehmsten Nebenwirkungen einigermaßen im Griff: Krebspatienten müssen normalerweise nicht mehr wochen- und monatelang abgeschirmt im Krankenhaus liegen, während sie mit den Giften behandelt werden. Viele Chemotherapien werden sogar schon ambulant durchgeführt und den Patienten ist nicht ständig übel.

Aber ist das wirklich der einzige Fortschritt, den die Krebstherapie auf diesem Gebiet in den letzten Jahren erreicht hat?

Leben die Patienten wirklich länger?

Wenn man sich die Statistiken zur Überlebensrate der Krebspatienten mit bösartigen Tumoren, die mit Chemotherapie behandelt werden, anschaut, kommt man zu einem erschreckenden Ergebnis: So hat sich seit 1978 die Überlebensdauer beim Prostata- und beim Lungenkarzinom ebenso wenig verbessert wie beim Darm- und beim Mammakarzinom (Brustkrebs).

Teilweise sind sie nach einer Statistik des Münchner Professors Dieter Hölzel sogar leicht gesunken. „Wahrscheinlich handelt es sich nur um zufällige Schwankungen“, so der Mediziner in einem Spiegel-Artikel. Doch gerade beim Brustkrebs schließe er als Grund für den Rückgang der Überlebensrate die systematische Ausweitung der Chemotherapie auch nicht aus, sagt Hölzel weiter (vgl: Spiegel-Artikel) und Schlesinger-Raab A.: Metastasiertes Mammakarzinom: Keine Lebensverlängerung seit 20 Jahren; Dtsch Arztebl 2005; 102(40); A-2706; B-2280; C-2154;

Andere Studien kommen zu sehr ähnlichen Aussagen, so etwa die eines Australischen Forscherteams, das viele bis dato verfügbaren Daten zusammengetragen und ausgewertet hat (Morgan G., Ward R. and Barton M.: The contribution of cytotoxic chemotherapy to 5-year survival in adult malignancies; Clin Oncol (R Coll Radiol); 2004 Dec;16(8); S. 549-560).

Überraschend war die Feststellung US-amerikanischer Forscher, dass Tumor-Zellen in Kulturen auf Chemotherapeutika empfindlicher reagieren als im Organismus. Dies passte allerdings zu Beobachtungen, denen zufolge das Tumor-Wachstum beschleunigt abläuft, nachdem bereits eine Verkleinerung des Tumors durch Chemotherapie erzielt worden war. Peter Nelson vom Fred Hutchinson Cancer Research Center in Seattle ging der Ursache nach.

Offensichtlich mutieren gesunde Zellen unter dem Einfluss der Chemotherapie und schütten das Signal-Protein WNT 16B aus. Krebszellen nehmen den Botenstoff auf und beginnen daraufhin verstärkt zu wachsen. Nelson empfiehlt, Antikörper gegen WNT 16B zu entwickeln, um den Prozess zu unterbinden. Noch einen anderen, unorthodoxen Vorschlag hat er parat: Die Chemotherapeutika sollten nicht so hoch dosiert werden.

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Daten zur Chemotherapie fragwürdig

Ob die Patienten möglicherweise sogar ganz ohne Chemotherapie länger und besser leben würden, lässt sich hingegen wohl nicht mehr nachprüfen. Denn Kontrollgruppen, die überhaupt nicht behandelt werden, gibt es nicht. Vergleichsstudien untersuchen lediglich die Überlebensrate nach Therapien mit alten und mit neuen Medikamenten. Sobald ein Zellgift auch nur einen geringen Vorteil gegenüber einem altbekannten Präparat zeigt, darf das Medikament zugelassen werden.

So erstaunt es auch nicht, dass die Umsätze, die Pharmakonzerne mit ihren Zytostatika machen, jährlich rapide ansteigen. Lagen die Umsätze laut IMS Health im Jahr 1996 noch bei 5,93 Milliarden US-Dollar weltweit, so stiegen sie auf 16,11 Milliarden US-Dollar im Jahr 2004. Und auch in Deutschland klettern die Zahlen, trotz der ernüchternden Ergebnisse, immer weiter in die Höhe.

In anderen Studien wollten Wissenschaftler klären, ob die Heilungswahrscheinlichkeit durch Chemotherapeutika in den letzten Jahrzenten gestiegen ist. Eine Arbeit über Brustkrebs vermeldet eine Verlängerung der Lebenserwartung von Brustkresbs-Patientinnen von 6 % in den Jahrzehnten von 1996 bis 2016. Nur erfolgte in dem Zeitraum auch die Diagnose-Erstellung immer früher.

Schon alleine deswegen ging die 5-Jahresüberlebensrate mit höheren Werten in die Zählung ein. Solche und vergleichbare Studien sollen dann den Fortschritt in der Krebsbehandlung untermauern. Das Hautkrebs-Screening hat in den vergangenen Jahrzehnten ebenfalls zugenommen. Daher werden heute viel mehr Tumore gefunden als früher, auch solche, die eigentlich gar nicht gefährlich sind. Diese weniger gravierenden Fälle in die Statistik mit einbezogen und die statistische Heilungsquote steigt.

Doch die ernsten Fälle haben nach wie vor kleine besseren Aussichten. Aufgedeckt hat diese Zusammenhänge der danische Arzt Dr. Peter C. Gøtzsche in seinem Buch „Survival in an overmedicated world: look up the evidence yourself“ ( Copenhagen: People’s Press).

Gøtzsche wollte auch wissen, ob die immer wieder hochgehaltenen Erfolge der Polychemotherapie stichhaltig sind. Dabei wird der Patient nicht nur mit einem, sondern mit mehreren Krebshemmern behandelt. In einer Studie über Brustkrebs glaubte Gøtzsche die Antwort zu finden. Er nahm sich die Arbeit „Effects of chemotherapy and hormonal therapy for early breast cancer on recurrence and 15-year survival: an overview of the randomised trials.“ (Lancet. 2005 May 14-20;365(9472):1687-717).

Darin behaupten die Wissenschaftler, die Polychemotherapie hätte gegenüber der Behandlung mit nur einem Medikament große Vorteile. Doch die Zahlen dafür suchte Gøtzsche vergebens. Erst nach erheblichen Anstrengungen gelang es dem dänischen Arzt, an die aussagekräftigen Daten zu kommen. Und die gaben den Optimismus des Studien-Ergebnisses überhaupt nicht her. Die 15-Jahres-Sterblichkeitrate der Patientinnen mit Polychemotherapie ist ganz 3 % niedriger als bei den Frauen, die nur ein Medikament erhalten hatten. Offensichtlich hatten die Studien-Autoren deshalb die Daten vor dem Leser versteckt.

Einige Hoffnungsschimmer gibt es

Natürlich gibt es auch Behandlungen, bei denen eine Chemotherapie sehr viel Erfolg verspricht. So ist es etwa immer sinnvoll, mit Zytostatika vor einer Operation das Krebsgeschwür zu verkleinern oder die nach der OP verbliebenen Reste mit einer Chemotherapie zu beseitigen. Doch ist es wirklich sinnvoll, todkranke, an metastasierenden Mammakarzinomen leidende Frauen noch mit einer aussichtslosen Chemotherapie zu quälen? Renommierte Onkologen und Gynäkologen sind sich darüber einig, dass mehr Geld in die Früherkennung gesteckt werden sollte, als in die aussichtslose Behandlung solider Tumoren im fortgeschrittenen Stadium.

Auch eine bessere Überwachung der Tumor-Entwicklung nach einer Chemotherapie wäre dringend geboten. Denn die Zellgifte fördern auch das Wachstum der Krebszellen durch die Modifizierung von Signal-Proteinen auf der Zelloberfläche. So führt der veränderte Rezeptor K-Ras dazu, dass ein anderes Protein gebildet wird: Das membranständige Eiweiß EGRF, das den Zell-Zyklus steuert und bei einer malignen Entartung zu unkontrolliertem Wachstum führt. EGRF können die Ärzte durch Antikörper blockieren.

Diese Hemmung wird allerdings nach einiger Zeit durch das „mutierte“ K-Ras-Protein aufgehoben. Und dieser Vorgang ist auf die Chemotherapie zurückzuführen. Dr. David Solit vom Memorial Sloan-Kettering Cancer Center in New York hat entdeckt, dass schon 10 Monate vor einer neuen Tumorzell-Genese die K-Ras-Proteine verändert sind.

Entsprechende Blut-Untersuchungen könnten das aufdecken und die Ärzte eingreifen, bevor sich das Krebswachstum beschleunigt. Mit herkömmlichen bildgebenden Verfahren sind die Veränderungen im molekularen Bereich nicht nachweisbar.

Ständig fordern aktuelle Forschungen einen modifizierten Umgang mit der Chemotherapie. Hier klingt auch eine wachsende Kritik einiger Wissenschaftler an den Zellgiften an, mit denen maligne Tumore behandelt werden.

 

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