Therapie

KONVENTIONELLE ODER KOMPLEMENTÄRE KREBSTHERAPIE – WAS IST BESSER

Im Oktober 2018 erschien eine vergleichende Studie[1], bei der es um die Mortalität bei konventioneller Krebstherapie und ihrem komplementären Counterpart ging. Besonders merkwürdig an dieser Studie war die Fragestellung, in welchen Umfang Patienten, die auf eine komplementäre Therapie setzten, eine konventionelle Therapie ablehnen.

Gar nicht so überraschend stellte sich dann heraus, dass die Ablehnrate für einen chirurgischen Eingriff 7 % der Patienten für komplementäre Therapie betrug gegenüber 0,1 % der Patienten pro konventionelle Therapie. Bei der Chemotherapie waren es 34,1 % gegenüber 3,2 % komplementär versus konventionell; und bei der Hormontherapie waren es 33,7 % gegenüber 2,8 %.

Was also war die Konsequenz dieser ablehnenden Haltung für die Befürworter der komplementären Therapie?

Wie kaum anders zu erwarten, sahen die Autoren eine schlechtere 5-Jahres-Überlebensrate unter der komplementären Therapie (82,2 % gegenüber 86,6 %), was als „statistisch signifikant“ gedeutet wurde. Im einem Nachsatz erfahren wir, dass diese Ergebnisse aus einem „Berechnungsmodell“ gewonnen wurden, welches Behandlungsverzögerungen oder Ablehnung von Behandlungen nicht mit in Betracht gezogen hatte. Wurden diese beiden Faktoren mit in die Kalkulation einbezogen, dann gab es keine Unterschiede mehr.

Daraus schlossen die Autoren, dass das erhöhte Sterberisiko unter einer komplementären Krebstherapie darauf beruhe, dass diese Patienten in der Regel eine konventionelle Therapie ablehnten.

Oder mit anderen Worten: Hier haben wir den seltsamen Beweis, dass komplementäre Krebstherapien nutzlos bis gefährlich sind, verglichen mit konventionellen Krebstherapien.

Seltsam ist dieser „Beweis“ insofern, dass es sich hier weder um eine prospektive Studie, noch um eine klinische Studie handelt, sondern um eine „retrospektive Beobachtungsstudie“ mit Daten aus der amerikanischen Krebs-Datenbank. Und hier beginnen schon die Merkwürdigkeiten: Es stehen über 1,9 Millionen konventionell therapierten Patienten 258 komplementär therapierten Patienten gegenüber. Daraus musste man, da diese Daten absolut nicht vergleichbar sind, eine künstliche „konventionelle Gruppe“ schaffen, die dann 1032 Patienten enthielt.

Aber selbst diese Manipulation war nur von einem für die konventionelle Therapie positiven Ergebnis gekrönt, wenn bestimmte Faktoren beim Berechnungsmodell nicht mit berücksichtigt wurden. In diesem Fall war das ein verspäteter Behandlungsbeginn und die Ablehnung von Behandlung.

Dennoch ließen die Autoren sich nicht aufhalten, ihre „Studie“ als „Beweis“ für die Wirksamkeit konventioneller Krebstherapien zu feiern.

Wer sagt dies?

Auch hier überraschenderweise wieder keine Überraschung: Beim Thema „Interessenskonflikte“ zeigte sich, dass drei der vier Autoren im Dienste der Industrie stehen, meist im Zusammenhang mit der Onkologie. Und es tauchen bekannte Namen auf, wie Johnson & Johnson und Pfizer!

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Weniger seltsame Studien

Im Mai 2020 erschien eine Arbeit[2] aus Uganda, die der Frage nachging, wie häufig komplementäre Krebstherapien in Teilen von Afrika zum Einsatz kommen. Dieser Arbeit ist ebenfalls keine klinische Studie, sondern eine Metaanalyse von Studiendaten, die größtenteils aus Nigeria und Uganda stammen. Es zeigte sich, dass der Einsatz von traditionellen und komplementären Behandlungen in diesem Teil Afrikas bei durchschnittlich 60 % liegt.

Aber nur zu 32 % erfährt der behandelnde Schulmediziner von der komplementären Therapie. Die Gründe hierfür sind das Desinteresse der Schulmediziner an komplementären Therapien, eine ablehnende Haltung der Schulmediziner oder Unwissen über diese Form der Therapien, was die Patienten dazu verleitet, diese Information nicht an ihren behandelnden Arzt weiterzugeben.

Die Schlussfolgerung der Autoren ist, dass Schulmediziner ihre Patienten häufiger nach möglichen zusätzlichen komplementären Therapien befragen sollten.

Wenn also bei der Diagnose Krebs zu 60 % komplementäre Therapien eingesetzt werden, dann müssten bei der angeblichen Überlegenheit der Onkologie diese afrikanischen Staaten von einer „Pandemie der Krebserkrankungen“ heimgesucht sein.

Laut „Our World in Data“ sieht die Situation so aus:

Die Inzidenz von Krebserkrankungen ist in den drei afrikanischen Ländern nur halb so hoch wie in Deutschland und Westeuropa und nur ein Bruchteil dessen, was in den USA an der Tagesordnung ist.

Da stellt man sich sofort die Frage, warum die Überlegenheit der schulmedizinischen Onkologie sich nicht auf die Inzidenz von Krebserkrankungen auswirkt? Müssten nicht in dieser Darstellung die USA, Deutschland und Europa dastehen, wo Uganda, Nigeria und Tansania stehen, und umgekehrt?

Bei der Mortalität sieht es ein wenig ungünstiger aus:

Aber auch hier gibt es Unterschiede, wenn auch nicht so ausgeprägt wie bei der Inzidenz der Krebserkrankungen. Sollte nicht eine überlegene schulmedizinische Krebstherapie die alternativen Behandlungsmethoden, wie sie in Afrika zu 60 % praktiziert werden, mit glänzenden Ergebnissen auf den Platz verweisen? Stattdessen zeigt Uganda ähnlich hohe Mortalitätszahlen wie Europa, Deutschland und die USA. Tansania und vor allem Nigeria liegen sogar bei beziehungsweise unter dem Welt-Durchschnitt.

Sind also die afrikanischen komplementären Krebstherapien besser?

Meine Interpretation geht nicht so weit, dies zu behaupten, weil ich dafür keine direkten Anhaltspunkte oder „Beweise“ habe. Nur eine klinische Studie, die nach dem goldenen Standard durchgeführt wird und direkt konventionelle und komplementäre Krebstherapien miteinander vergleicht, ist in der Lage, eine Antwort dazu zu finden.

Die hier erwähnten Zahlen zeigen „nur“, warum so fragwürdige Arbeiten, wie die, die ich eingangs diskutiert hatte, gemacht werden müssen, um überhaupt etwas Positives zu den konventionellen Krebstherapien zu bekommen. Oder mit anderen Worten: Wären konventionelle Krebstherapien erfolgreich, dann bräuchte es solche Arbeiten nicht. Und die Daten von „Our World in Data“ sähen auch anders aus.

Inzidenz für Krebs nimmt zu – Mortalität nimmt ab

Laut „Our World in Data“ leisten die nicht infektiösen Erkrankungen[3] den Hauptbeitrag zur Mortalität weltweit:

Unschwer zu erkennen, hat die Zahl der kardiovaskulären Erkrankungen und die der Krebserkrankungen kontinuierlich zugenommen, trotz aller „Erfolge der Schulmedizin“ bei der Behandlung von kardiovaskulären Erkrankungen und Krebserkrankungen. Sieht so Erfolg aus?

Stattdessen schauen wir seit zwei Jahren mit dem Vergrößerungsglas auf eine Erkrankung mit einer Mortalitätsrate von 0,15 % (IFR), die sich Covid-19 nennt, und an der angeblich in 2,5 Jahren über 530 Millionen Menschen gestorben sein sollen.

Wie ist es möglich, dass bis zum Jahr 2019 die weltweite Mortalität für Atemwegserkrankungen, zu denen Atemwegsinfektionen gehören, bei ca. 4 Millionen lag, ab 2020 auf 84 Millionen nur für Covid-19 hochschnellte (31. Dezember 2020), dann im Jahr 2021 noch mal 200 Million Opfer zusätzlich verlangte, um dann im Jahr 2022, Stand 13. Juni, diese Zahl in nur fünf Monaten fast zu verdoppeln (535 Millionen)?

Interessant ist hier, dass die ausgeprägtesten Steigerungsraten für „Covid-19-Tote“ ab Januar 2022 einsetzten, wo die „Corona-Impfungen“ uns alle bereits seit einem Jahr zu 95 % vor Infektion, Hospitalisierung und Tod schützten. Ein weiterer Erfolg der Schulmedizin?

Zurück zu den Krebserkrankungen …

Im Gegensatz zu den Inzidenzzahlen scheint es zu einer Abnahme der Mortalität gekommen zu sein:

So lernen wir bei „Our World in Data“, dass die 5-Jahres-Überlebensrate bei einer Vielzahl von Krebserkrankungen[4] gestiegen ist:

Damit hätten wir also den „Beweis“, dass die schulmedizinischen Methoden doch von Erfolg gekrönt sind, oder?

Aus den hier dargestellten Zahlen lässt sich nicht ableiten, warum es zu einer Reduktion der Mortalität bei diesen aufgeführten Krebserkrankungen gekommen ist. Selbstverständlich lässt sich auch nicht daraus ableiten, dass alternative Behandlungskonzepte hierfür verantwortlich sein könnten.

Was bei allen den hier diskutierten Zahlen und Kurvenverläufen auffällt ist, dass man bei „Our World in Data“ die Daten nur bis maximal 2019 bereitgestellt hat. Die letzte Tabelle, die die verbesserte 5-Jahres-Überlebensrate zeigt, wurde im Februar 2019 veröffentlicht, enthält aber nur Daten bis maximal 2013. Was also ist seit 2020 passiert? Könnte es sein, das seit 2020 der Grund zum Jubeln verstummt ist? Oder erst recht seit 2021, wo die „Corona-Impfungen“ unters Volk gestreut wurden?[5] [6]

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Heilung per Statistik

Wir hatten bereits ganz zu Anfang dieses Beitrages erfahren können, wie man mit dubiosen Zahlen und Berechnungsmodellen zu den Ergebnissen kommen kann, die man sich sehnlichst erwünscht. Diese Form der „Wissenschaft“ ist allerdings nicht neu in der Schulmedizin und Pharmaindustrie.

Denn das, was als konventionelle Krebstherapie gilt, sind im Wesentlichen Chemotherapie, Tumor-Chirurgie und Strahlentherapie. Allen ist gemeinsam, dass sie an Symptomen „herumdoktern“ und die Ursache für die Erkrankung so gut wie gar nicht berücksichtigen. Die massiven Nebenwirkungen, die mit diesen Therapien verbunden sind, sind nur zu bekannt und häufig Ursache für das Ableben der Patienten

Und wenn man dann noch mit in Betracht zieht, dass die Schulmedizin nach kardiovaskulären Erkrankungen und Krebserkrankungen die dritthäufigste Todesursache ist, die natürlich so nie in den offiziellen Statistiken auftaucht, dann dürfte ein erheblicher Anteil dieser Todesursachen auf die „moderne Krebstherapie“ zurückzuführen sein.

Warum ich diese Vermutung hege? Weil, wie gesagt, die Schulmedizin als Todesursache überhaupt gar nicht in der Statistik aufgeführt wird, was eine grobe Unterschlagung ist. Und ähnlich sehen die anderen Statistiken, die sich auf Heilungsraten und Mortalität bei Krebs beziehen, aus.

Was ist Heilung für die Schulmedizin?

Heilung ist, wenn der Patient fünf Jahre nach Diagnosestellung noch lebt. Er kann zwar weiterhin an Krebs leiden, gilt aber für die Statistik als geheilt, da er es geschafft hat, mit seiner Krankheit noch fünf Jahre zu leben. Und stirbt der dann nach Erreichen der Ziellinie, dann stirbt er „geheilt“ für die Statistik.

Ein derartig statistischer Blödsinn, der mit der Realität nichts zu tun hat, macht es notwendig, dass bestimmte Gruppen von Patienten erst gar nicht in diese Statistik aufgenommen werden. Das sind meist schön heraus selektierte „hoffnungslose Fälle“, die die Statistik der 5-Jahres-Überlebensrate versauen würden.

Um die Sache noch ein wenig zu erleichtern, wird auch bei den Krebsarten selektiert: Nur die Krebsarten, die leicht zu heilen und/oder nicht lebensbedrohlich sind, werden zum Schauobjekt statistischer Angeberei, wie zum Beispiel Gebärmutterhalskrebs, nicht-streuende Krebsarten, Melanome etc.

Aufgenommen in die Statistik werden auch Krebsarten, die keine manifesten Krebsarten sind, sondern nur „präkanzeröse Läsionen“. Beispiel wäre HPV[7] [8] oder DCIS (duktales Karzinom in situ – eine Wucherung neoplastischer Zellen in den Milchgängen (Ductuli) der weiblichen Brust)[9]. Letzterer ist zu 99 % heilbar und macht rund 30 % aller Brustkrebserkrankungen aus.

Und sollte es Patienten geben, die vor Ablauf der gewünschten fünf Jahre versterben und Teil einer Krebsstudie waren, dann ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass sie aus den Daten dieser Studien verschwinden[10]. Auf diese Art und Weise hätte man dann seine Studien „schön geschrumpft“. Auf diese Weise wird auch sichergestellt, dass Todesfälle durch die Behandlung nicht dokumentiert werden. Und das bildet dann die Basis für Behauptungen, dass die konventionelle Krebstherapie „sicher und verträglich“ sei. Hatten wir das nicht schon woanders auch gehört?

Fazit

Das Rätsel, ob konventionelle oder komplementäre Krebstherapie besser oder schlechter sei, ist immer noch nicht gelöst. Von Seiten der Schulmedizin und Pharmaindustrie gibt es gut bezahlte und immer wiederkehrende Bemühungen, auch offensichtlich wirkungslose und gefährliche Substanzen und Therapien schön zu studieren. Dafür hat man ja seine Statistik.

Die komplementären Krebstherapien leiden unter dem Manko, dass sich niemand mit wirklich viel Geld für sie interessiert, um deren Wirksamkeit unter regulären Studienbedingungen zu untersuchen. Denn Krebstherapien, die heilen, das heißt, dass die Patienten frei von Krebs werden und nicht nur eine geringere Tumorgröße vorweisen oder fünf Jahre überleben, sind eine unerwünschte Konkurrenz für die schulmedizinischen Produkte.

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Quellen:

Dieser Beitrag wurde am 28.06.2022 erstellt.

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